Mechthild Heil MdB: Meisterpflicht für einzelne Berufe des Bauhandwerks wieder einführen – Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Bau, Wohnen, Stadtentwicklung und Kommunen fordert mehr Ausbildung und mehr Verbraucherschutz

(Berlin, 9. Oktober 2018) „Die Abschaffung der Meisterpflicht für 53 Berufe im Jahr 2004 hat sich insbesondere bei einigen Bauhandwerken als Fehler erwiesen. Ich unterstütze daher die Initiative der bayerischen Landesregierung im Bundesrat, die Wiedereinführung der Meisterpflicht für einzelne Berufe zu prüfen“, betont Mechthild Heil, die Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Bau, Wohnen, Stadtentwicklung und Kommunen. Die Abschaffung des Meisterzwangs habe zum Beispiel im Fliesenlegerhandwerk dafür gesorgt, dass zwar die Anzahl der Betriebe sich vervielfacht habe, gleichzeitig sei aber die Zahl der Meisterprüfungen und die Zahl der Lehrlinge in diesem Bereich erheblich zurückgegangen. Mechthild Heil: „Auf dem Bau fehlen uns bereits jetzt viele Fachkräfte, was sich durch die Wohnbauoffensive noch verstärken könnte. Wir brauchen deshalb Betriebe, die ausbilden wollen und es auch dürfen. Das ist in Gefahr, wenn in einigen Branchen der Anteil der Betriebe mit Meisterbrief immer weiter zurückgeht.“ Die Ausschussvorsitzende wies darüber hinaus darauf hin, dass mit dem Meisterbrief auch die Qualität von Handwerksleistungen gesichert werde: „Eine gründliche Ausbildung unserer Handwerker ist aktiver Verbraucherschutz. Bei kleineren Baumaßnahmen im privaten Bereich fällt es den Kunden oftmals schwer, einen Bauhandwerksbetrieb einzuschätzen, wenn es keinen Meisterbrief gibt.“ Die Initiative zur Wiedereinführung von Meisterbriefen wird zurzeit im Wirtschaftsausschuss des Bundesrats beraten. „Wir werden auch im Bundestag darüber sprechen. Für Handwerksberufe, in denen es zu Problemen gekommen ist, müssen wir prüfen, wie eine EU-konforme Wiedereinführung der Meisterpflicht möglich ist,“ so die CDU-Bundestagsabgeordnete abschließend.

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