„Was geschieht mit unserem Müll?“ – CDU Senioren-Union Andernach besichtigt die Zentraldeponie Eiterköpfe

Gruppe der CDU Senioren-Union auf der Zentraldeponie


|Gruppe der CDU Senioren-Union auf der Zentraldeponie Eine Gruppe der CDU Senioren-Union hat eine interessante Exkursion zur Zentraldeponie Eiterköpfe und den angeschlossenen Wertstoffhof unternommen, um zu erfahren, wie unser aller Müll verarbeitet wird. Diese öffentlichen Einrichtungen des Abfallzweckverbandes (AZV) haben die Aufgabe, Hausmüll und hausmüllähnliche Gewerbeabfälle für die weitere Verwertung aufzubereiten, umzuladen und mineralische Abfälle zu beseitigen bzw. zu deponieren. Das Entsorgungsgebiet umfasst eine Fläche von etwa 1.642 Quadratkilometern mit rund 400.000 Einwohnern. Unter fachkundiger Leitung durch Geschäftsführer Frank Diederichs und Fachbereichsleiter Bernd Winter fuhr die Gruppe mit dem Bus durch das Deponiegelände auf den höchsten Punkt der Deponie. Von dort konnte man alle Bereiche der unterschiedlichen Behandlung der Abfälle beobachten. Der Deponieuntergrund wird durch eine mindestens einen Meter mächtige Schicht aus mineralischen Dichtungston abgedichtet. Zusätzlich liegt darüber noch eine schichtweise aufgebaute Basisabdichtung. In der Vergangenheit wurde eine bis zu 80m dicke Schicht aus Abfällen angehäuft. Diese Abfälle erzeugen bei der Zersetzung sogen. Deponiegas und hochbelastetes Sickerwasser. Das anfallende Deponiesickerwasser wird über Sammelleitungen (Dränagen) dem begehbaren Entwässerungsstollen zugeführt. Dieser Stollen dient auch der Wartung und Kontrolle des Systems. Das Sickerwasser mündet in einen Hauptsammler und wird von dort in die Sickerwassereinigungsanlage geleitet. In einem verfahrenstechnisch aufwendigen Prozess mit verschiedenen biologischen und mechanischen Filterstufen wird das Sickerwasser gereinigt, bis es nahezu Trinkwasserqualität hat. Das so gewonnene Wasser wird wieder verwendet, um u.a. staubige Fahrwege im Deponiegelände zu befeuchten. In besonders trockenen Jahreszeiten muss die Deponie selbst auch befeuchtet werden, um den Zersetzungsprozess der Abfälle in Gang zu halten. Im Deponiekörper entsteht durch den biologischen Abbau von eingelagerten organischen Haushaltsabfällen Deponiegas. Dieses wird über eine zentrale Verdichterstation mittels Unterdruck unter Zuhilfenahme von Gasbrunnen abgezogen. Spezielle Gas-Ottomotoren erzeugen elektrische Energie zur Deckung des Eigenbedarfs. Überschüssige Energie wird in das öffentliche Netz gespeist. Das neue Abfallkonzept hat zum Ziel, wertvolle Rohstoffe aus dem anfallenden Müll zu gewinnen bzw. zu erhalten. Ab 2016 werden im Wertstoffhof Abfälle und Wertstoffe in Containern bzw. Abwurfboxen gesammelt und der weiteren Verwertung zugeführt. Diese Entsorgungsmöglichkeit steht allen Einwohnern des Entsorgungsgebietes zur Verfügung. Die Senioren-Gruppe hatte die Möglichkeit, einen der Entwässerungsstollen, die einen Innendurchmesser von 4 m und eine Länge von 320 bis 570 m haben, fußläufig zu erkunden. Von dieser Möglichkeit haben viele Senioren Gebrauch gemacht. Ein abschließender Vortrag von Frank Diederichs hat die Besichtigung abgerundet. Die Gruppe bedankte sich bei den Herren des AZV für die sehr interessanten Einblicke in das Abfallentsorgungskonzept. Zum Abschluss der Exkursion kehrten die Senioren im Landgasthof „Zur Alten Mühle“ in Plaidt zu einem leckeren Abendessen ein. Pressemitteilung der SEN-Andernach vom 29.10.2018

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