24. März 2025

Kassenstatistik des Statistischen Landesamt zeigt dramatische Finanznot der Kommunen — Anette Moesta MdL: „Landesregierung muss endlich handeln“

Die jüngst vom Sta­tis­ti­schen Lan­des­amt Rhein­­land-Pfalz ver­öf­fent­lich­te amt­li­che Kas­sen­sta­tis­tik für das Jahr 2024 zeigt ein alar­mie­ren­des Bild: Den Kom­mu­nen im Land feh­len rund 630 Mil­lio­nen Euro. Für die CDU-Lan­d­­tags­­a­b­­ge­or­d­­ne­­te Anet­te Moes­ta ist klar: Spä­tes­tens jetzt kann die Lan­des­re­gie­rung die finan­zi­el­le Not der Städ­te, Gemein­den und Land­krei­se nicht län­ger ignorieren.

Dass fast 40 Pro­zent der Kom­mu­nen im Land ein Haus­halts­de­fi­zit auf­wei­sen, ist ein dra­ma­ti­sches Zei­chen für die chro­ni­sche Unter­fi­nan­zie­rung auf kom­mu­na­ler Ebe­ne“, erklärt Anet­te Moes­ta. „Die Zah­len bestä­ti­gen, was Bür­ger­meis­ter, Land­rä­te und Rats­mit­glie­der schon lan­ge erle­ben: Die kom­mu­na­le Selbst­ver­wal­tung steht finan­zi­ell mit dem Rücken zur Wand.“

Anet­te Moes­ta, die selbst Mit­glied im Kreis­tag May­en-Koblenz ist, weist auf die täg­li­chen Her­aus­for­de­run­gen vor Ort hin: „Unse­re Kom­mu­nen stem­men Tag für Tag wich­ti­ge Auf­ga­ben – in der Kin­der­be­treu­ung, bei sozia­len Leis­tun­gen, in der Infra­struk­tur oder im Kata­stro­phen­schutz. Dafür brau­chen sie eine soli­de finan­zi­el­le Grund­la­ge. Wenn das Land sich hier wei­ter zurück­hält, droht ein schlei­chen­der Ver­trau­ens­ver­lust in die Hand­lungs­fä­hig­keit des Staates.“

Bereits im Rah­men der letz­ten Haus­halts­be­ra­tun­gen hat­te die CDU-Lan­d­­tags­­frak­­ti­on ein umfas­sen­des Maß­nah­men­pa­ket vor­ge­schla­gen: Ein dau­er­haf­ter Auf­wuchs der Mit­tel für die Kom­mu­nen um 300 Mil­lio­nen Euro jähr­lich sowie ein Här­te­fall­fonds für beson­ders struk­­tur- und finanz­schwa­che Kom­mu­nen. „Die Lan­des­re­gie­rung darf jetzt kei­ne Zeit mehr ver­lie­ren. Unser Ange­bot steht – die Ampel­ko­ali­ti­on muss nur den poli­ti­schen Wil­len auf­brin­gen, Ver­ant­wor­tung für die Kom­mu­nen zu über­neh­men“, so Anet­te Moesta.

Zugleich sieht die Christ­de­mo­kra­tin auch den Bund in der Pflicht, sich end­lich stär­ker an der Lösung des Alt­schul­den­pro­blems zu betei­li­gen. „Beson­ders die stei­gen­den Sozi­al­las­ten haben die Finanz­la­ge vie­ler Kom­mu­nen in den ver­gan­ge­nen Jah­ren mas­siv ver­schärft. Ohne eine fai­re Kos­ten­ver­tei­lung zwi­schen Bund, Land und Kom­mu­nen wird sich dar­an nichts ändern.“

Die CDU-Poli­­ti­ke­rin for­dert des­halb einen ech­ten Neu­start in den Finanz­be­zie­hun­gen zwi­schen Land und Kom­mu­nen. „Es braucht kei­ne wohl­klin­gen­den Ver­spre­chen mehr, son­dern struk­tu­rel­le Lösun­gen. Unse­re kom­mu­na­le Fami­lie darf nicht wei­ter im Regen ste­hen – sie ver­dient Respekt, Ver­läss­lich­keit und eine ange­mes­se­ne finan­zi­el­le Ausstattung.“